Donnerstag, 23. Juli 2009

Netzwerke nutzen: neue Wege der Finanzierung sozialer Projekte

Christiane Grupe, die Geschäftsführerin der Frauenstiftung filia in Hamburg-Altona, empfing am 24. Oktober 2007 eine Gruppe von Funktionsträgerinnen und -trägern zu einem Informationsabend über neue Wege der Finanzierung sozialer Projekte. Anwesende waren u. a. die Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Claudia Greibke, die Vorstandsvorsitzende der Paulchen Esperanza Stiftung Petra Hammelmann, die Geschäftsführerin der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte Martina Bäuerle, sowie der Initiator von Sponsoren für Hamburg e. V. Christian-Thomas Appel.
Zum einen waren Dr. Andreas Renner und Florian Winckler von GEXSI (The Global Exchange for Social Investment) an diesem Abend aus Berlin angereist. Dr. Andreas Renner, head of office von GEXSI Berlin, referierte über Ziele und Tätigkeiten der Organisation, deren Hauptsitz in London liegt. Zum anderen erzählte Susanne von der Heide, die Gründerin der im Jahre 2001 ins Leben gerufenen HimalAsia Foundation, von ihrer derzeitigen Arbeit in Nepal. Da das von ihr beschriebene Projekt von GEXSI unterstützt wird, konnte mit diesen zwei Vorträgen anschaulich gemacht werden, wie die Organisation GEXSI arbeitet und was sie zu leisten vermag.
Die HimalAsia Foundation unterstützt soziale Projekte in abgelegenen Regionen. Ursprünglich befasste sie sich mit einem Projekt zur Restaurierung eines Klosters, später kam auch die Durchführung von Schulprojekten hinzu. Heute unterhält HimalAsia eine Nonnenschule für Mädchen und eine Mönchsschule für Jungen. Die Besinnung auf die Wurzeln tibetischer und buddhistischer Traditionen, welche in den letzten 200 Jahren in Vergessenheit geraten waren, steht hier im Zentrum des Interesses. Das Erhalten der alten Amschi-Medizintradition wird mithilfe des Unterrichts in den Schulen sichergestellt. Die Kultivierung verschiedener Heilpflanzen, darunter auch viele bedrohte Pflanzen, ist eine weitere Aufgabe, der sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen.
Zurzeit fördert die Stiftung HimalAsia ein groß angelegtes Sanddorn-Projekt im tibetisch geprägten Mustang. In der kargen Bergregion wächst Sanddorn, der seit jeher in Wildsammlung geerntet wird. Die Kleinbauern sind in diesen ländlichen Gebieten zum größten Teil Frauen. Sie sichern mit den Erträgen ihrer Arbeit die Existenz der Familien. „Wir wollen unterstützend tätig sein, nicht bestimmend“, erläuterte von der Heide die Vorgehensweise ihrer Stiftung. HimalAsia hilft bei der Vermarktung der Sanddorn-Erzeugnisse, zudem bietet sie den Kleinbauern eine Abnahmegarantie.
Frau von der Heide hatte einige Erzeugnisse ihres Sanddorn-Projektes mitgebracht und so wurden nacheinander Saft, Öl, Pflegecreme und Tee aus dem Projekt begutachtet und, wenn möglich, auch probiert. Auf Fotografien war zu sehen, wie Anbau und Verarbeitung des Strauchs im Himalaya-Gebiet vor sich gehen.
Die Arbeit von GEXSI baut auf den Willen von Geldgebern und Finanzexperten, soziale Verantwortung zu übernehmen. “We envisage a world where charitable gifts and market capital unite to liberate creative energy for lasting change in the most needy places.” Die Gestaltung des Finanzplanes sieht für jedes Arbeitsvorhaben anders aus. Dementsprechend bezeichnet die Vorsitzende Dr. Maritta Koch-Weser ihr Tun bei GEXSI als Tätigkeit in einem think tank: Die Mitarbeiter von GEXSI fragen sich bei jedem zu unterstützenden Projekt erneut: „Welche Instrumente brauchen wir, um Kapital zu organisieren?“
Eine wichtige Grundlage des Erfolgs von GEXSI ist die Tatsache, dass die zu unterstützenden Vorhaben von unten gewachsen sind. Die Unterstützung durch GEXSI geschieht in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen der Menschen und vor allem auch den Gegebenheiten vor Ort. Flugreisen der Mitarbeiter in Europa zu den anderen Kontinenten sind nach Aussage Dr. Renners überflüssig, da die Zuständigkeit für die Kontrolle übertragen werden kann: Ein Netzwerk von befreundeten Experten stellt dabei weltweit sicher, dass die bereitgestellten finanziellen Mittel auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Dr. Andreas Renner stellte abschließend fest, dass Frauen in diesen Projekten oftmals sehr viel sorgsamer mit Geld umgingen als Männer. Bei derartigen Hilfsprojekten zeigt sich also, wie wichtig die Stärkung der gesellschaftlichen Stellung von Frauen in wirtschaftlich schwächeren Regionen der Welt ist.
Weiterführende Informationen finden Sie unter

www.gexsi.org
www.filia-frauenstiftung.de 4471 Zeichen

Mittwoch, 22. Juli 2009

Bienenzüchter demonstrieren

Imker aus ganz Deutschland protestieren gegen die erneute Zulassung des Pestizids Clothianidin.
Hier geht's zum TAZ-Artikel vom 18.Juli 2008.

Bilder sexueller Gewalt

Die Schauspielerinnen Maria Ketikidou, Nina Petri und Katja Studt haben sich für eine Kampagne des Notrufs für vergewaltigte Frauen und Mädchen mit Masken von Sexpuppen fotografieren lassen.

Hier geht's zum TAZ-Artikel vom 11.Juli 2008.

Spanisch lernen mit Herrn Lohmeyer

Mit Beginn der Schulferien können Kinder und Jugendliche endlich wieder die in der Schule erworbenen Sprachkenntnisse in der Realität austesten.

Hier geht's zum TAZ-Artikel vom 5.Juli 2008.

Wenn Arbeiterkinder studieren

Ein neues Internetportal soll Nichtakademiker-Kinder an den Unis vernetzen. Sie leiden an mangelnder Unterstützung ihrer Eltern ebenso wie am Fehlen von Vorbildern. Und an der Uni bleiben sie häufig unter sich.

Hier geht zum TAZ-Artikel vom 5.Juli 2008.

Veranstaltungstipp

und heute?
… stellen sich Galloway-Rinder den Fragen

Hier geht's zum Artikel.


Gepostet von Kat unter 11:29

Nachbarschaftliche Gemeinschaften bieten nicht nur den Vorteil geteilter Kosten

Ein Haus am Stadtrand kann auch ein Fluch sein. Was, wenn die Freude am eigenen Garten abnimmt, der Besuch ausbleibt, sich Gefühle der Einsamkeit einstellen?

Hier geht's zum TAZ-Artikel vom 21.Juni 2008.

Mehr Raum für Kunst

Dienstag, 17. Juni 2008

Eine Diskussionsrunde befasst sich mit der Idee einer Stiftung für Kulturschaffende in Hamburg

Hier geht's zum hamburg heute vom 17.Juni 2008.

Renitente Autorin

Katja Lange-Müller liest in der HAW aus ihrem jüngsten Roman "Böse Schafe"

Hier geht's zum hamburg heute in der TAZ vom 3.Juni 2008.

Jenseits der Quadratquetscherei

Hier geht's zum TAZ-Artikel vom 28.Mai 2008

Ein junger Mann macht sich Gedanken über den Zustand der Welt und den Zustand seiner selbst.

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